Wie war das noch? Die Bio-Kartoffeln aus Ägypten sind im Winter denen aus heimischer Konvi-Produktion auf jedem Fall vorzuziehen? Und die Äpfel aus Neuseeland schneiden bezüglich ihrer Co2-Bilanz im Frühjahr besser ab als das Obst aus heimischem Anbau? Schließlich lagerten die Äpfel aus Übersee nicht monatelang in emissionserzeugenden Kühlhäusern. Sie wurden lediglich viele tausend Seemeilen per Schiff transportiert.
Diese Beispiele zeigen: Der öko-bewusste Konsument hat es nicht leicht. Was mit Äpfeln und Kartoffeln im Supermarkt beginnt, hört bei der Wahl des Stromanbieters und anderen Konsumentscheidungen nicht auf. Bekanntlich verbraucht auch das Surfen im Netz Energie. Und erzeugt Emissionen. Wie sich die Online-Recherche in der individuellen Klimabilanz niederschlägt, ist nicht eindeutig bilanzierbar. Bis zu sieben Gramm CO2-Ausstoß soll Expertenschätzungen zufolge eine einzige Suchanfrage verursachen. Das Umweltbundesamt schätzt den Energieverbrauch ebenso hoch ein, wie die Menge, die notwendig ist, um mit einer 4-Watt-Energiesparlampe eine Stunde lang Licht zu erzeugen. Die Behörde empfiehlt deshalb, bei der Recherche im Netz zunächst die Trefferliste mehrerer großer Suchmaschinen zu vergleichen, abschätzen, welche Website unter den Treffern das beste Resultat ergibt und erst dann die entsprechende Seite zu öffnen. Welch ein Aufwand! Um sich online ökologisch korrekt zu bewegen, spielen zudem effektive Suchstrategien, das Vermeiden unnötiger Anfragen, eine schnelle Internetverbindung und die Nutzung von Strom aus regenerativen Quellen im eigenen Haushalt oder Büro eine Rolle.
Das Richtige zu tun, also Energie und Ressourcen zu schonen, ist somit – wie immer – kompliziert und vielschichtig. Zugegeben: Es macht ein gutes Gefühl, eine grüne Suchmaschine wie etwa Ecosia zu nutzen und zu erleben, wie beim Surfen die Fläche des geschützten Regenwaldes wächst. Aber ist das tatsächlich praktikabel und reicht das schon? Mehr dazu auf think-eco.org >>>